Geschichte unseres Schulhauses

Als Berlin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer Industriemetropole heranwuchs, verdoppelte sich die Bevölkerungszahl innerhalb von zwei Jahrzehnten. Ein Bauboom war die Folge. Es entstand in der Berliner Vorstadt das Rollbergviertel.

1899 wurde auf dem Rollberg, damals Lessingstr.38/39, eine 28-klassige Schule eröffnet, bis 1920 die 15. und 16. Gemeindeschule. Im Oktober 1920 wurde die Schule in eine weltliche Schule umgewandelt, für alle Schüler, die vom Religionsunterricht abgemeldet waren. Deren Eltern waren mehrheitlich sozialdemokratisch oder kommunistisch orientiert.

Viele der heute in unseren Schulen anerkannten pädagogisch-didaktischen Grundsätze wurden hier zum ersten Mal als Modell praktiziert: Freie Arbeitsgemeinschaften, Koedukation, kollegiale Schulleitung u.a.

Ilse Wahl erstellte im Auftrag des Fördervereins der Regenbogen-Grundschule e.V. 1999 die Broschüre „Geschichten und Geschichte eines Neuköllner Schulhauses“.

In aufwendigen Recherchen in Archiven, aber auch durch Befragung von Zeitzeugen gelang es ihr, ein umfassendes und überaus interessantes Bild unseres Schulhauses zu zeichnen.